Orange Pekoe (OP)
Ein großblättriger Tee mit Blattrippen und Stielen. Die Bezeichnung "Orange" bezieht sich auf das holländische "oranje", was soviel wie "königlich" bedeutet. Eine weitere Deutung kommt aus dem Malayischen: "orang" für "groß".
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Verwirrend erscheinen dem Laien die Bezeichnungen, die sich auf die Blattgröße (den Blattgrad) des fertigen Teeprodukts beziehen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Blatt-Tees und kleinblättrigen Tees. Letztere machen wegen des heute vorherrschenden CTC-Verarbeitungsverfahrens ca. 98 % der Weltproduktion aus. Die kleinblättrigen Tees haben ein intensiveres Aroma als die entsprechenden Blatt-Tees. In ihrer Bezeichnung finden Sie immer das Wort "broken" bzw. dessen Abkürzung "B".
Für Aufgussbeutel werden die kleinsten Blattgrade verwendet, die sogenannten Fannings und Dust. Sie ergeben einen kräftigen, aromatischen Aufguss. Dabei steht Dust in der Tee-Fachsprache für die allerfeinste Aussiebung und bedeutet nicht etwa Staub.
Blattgrade geben nur Auskunft über die Größe der Teeblätter, nicht über deren Qualität. Dabei ist ein Vergleich von Tees untereinander immer nur für ein Anbaugebiet möglich. Tees verschiedener Herkunft unterscheiden sich nämlich auch dann in Qualität und Geschmack, wenn sie die gleiche Bezeichnung (BOP, BP usw.) tragen.
Darüber hinaus fügen einige Plantagen noch zusätzliche Bezeichnungen hinzu, die nicht standardisiert sind und das Produkt näher beschreiben sollen. Zum Beispiel:
"STGFOP" – "Special Tippy Golden Flowery Orange Pekoe".
Die wichtigsten Blattgrade sind bei den Blatt-Tees:
Ein großblättriger Tee mit Blattrippen und Stielen. Die Bezeichnung "Orange" bezieht sich auf das holländische "oranje", was soviel wie "königlich" bedeutet. Eine weitere Deutung kommt aus dem Malayischen: "orang" für "groß".
Die Blätter der Pekoe-Tees sind kürzer und dicker als die des Orange Pekoe. Pekoes sind kräftiger im Aufguss als Orange Pekoes. Der Begriff "Pekoe" kommt aus dem Chinesischen und bedeutet "weißer Flaum". Gemeint sind die jungen, noch zarten Blätter oder Blattknospen.
Souchong bezeichnet das 4 Blatt (von der Spitze des Triebes gezählt). Es ist sehr groß, ledrig und enthält wenig Koffein. Häufig findet man diese Blätter in Rauchtees (Tarry Lapsang Souchong).
Bei kleinblättrigen Tees (Broken) wird unterschieden in:
Ein feiner gebrochener Tee mit "Tips". Als Tips werden die hellen Teile des Tees, also die Blattspitzen und -knospen junger, zarter Teeblätter bezeichnet, die weniger Zellsaft besitzen und sich bei der Fermentation deshalb nicht dunkel färben.
Bei der klassischen Teeproduktion nennt man den Tee Broken Pekoe (BP), der mit einer Schneidemaschine aus dem gröbsten Blatt geschnitten wird. Er enthält viele Blattrippen und ergibt einen dünnen Aufguss. Bei der modernen CTC-Produktion ist BP eine Sortierung für eine kräftige Qualität.
Bezeichnet eine feine Aussiebung des nicht geschnittenen Tees in der orthodoxen Teeverarbeitung. Diese Blattgrade werden - wie alle Fannings - für die Teebeutel-Herstellung verwendet. BOPF färbt sehr schnell dunkel, weil dem Wasser durch die kleinen Teile eine große Angriffsfläche geboten wird. BOPF hat vor allem bei Hochland-Tees (wie beispielsweise dem Darjeeling) ein ausgezeichnetes Aroma.
- bezeichnet die beim Sieben anfallenden kleinen Teilchen des Teeblattes.
Dust bezeichnet die kleinste und letzte Aussiebung. Es ist jedoch falsch, Dust in diesem Zusammenhang wörtlich mit Staub oder Abfall zu übersetzen. Er bezeichnet vielmehr ganz fein gebrochene Teeblättchen, die sehr ergiebig sind.
Fannings und Dust werden meist zur Produktion von Tee in Beuteln verwendet, da die feine und feinste Aussiebung dem kochenden Wasser eine große Oberfläche auf kleinstem Raum im Teebeutel bietet und solche Tees sehr ergiebig und aromatisch sind. Diese Teequalitäten sind also keinesfalls minderwertige Ware!
Der tatsächliche Tee-Staub heißt "Fluff", sieht gelb aus und wird bei der Produktion abgesaugt. Es handelt sich hierbei in erster Linie um die feinen Haare mit denen die Unterseiten der jüngeren Blätter sowie die Blattknospen bedeckt sind. Bei guten Markentees kommt Fluff nie in den Handel.
Crush, Tear, Curl (engl. für "zerbrechen, zerreißen, rollen"), kurz: CTC, ist ein in England entwickeltes Verfahren bei der Schwarzteeherstellung. Dabei werden die Blätter nach dem Welken mit einer Dornenwalze aufgebrochen, bevor der Tee oxidiert wird. Durch das vorherige Aufbrechen der Zellwände muss der Tee nicht mehr so lange im Oxidationsraum bleiben. CTC-Tees entwickeln mehr Koffein als herkömmlich produzierte Schwarztees, sind kräftig und entwickeln in der Tasse zusammen mit Milch oder Sahne einen herrlichen, intensiv malzig-nussigen Teegeschmack.
| OP | Orange Pekoe |
Der Standard in der Teeproduktion, kann lange Blätter ohne Spitzen enthalten.
| OP sup | Orange Pekoe Superior |
Hauptsächlich Tee aus Indonesien, ansonsten fast genauso wie Orange Pekoe.
| F OP | Flowery Orange Pekoe |
Qualitativ hochwertiger Tee mit langen Blättern und wenig Spitzen.
| F OP1 | Flowery Orange Pekoe First Grade |
Wie F OP aber nur mit den besten Blättern.
| OP1 | Golden Flowery Orange Pekoe First Grade |
Mehr Anteile an Blattspitzen.
| TGF OP | Tippy Golden Flowery Orange Pekoe |
Der Tee mit dem höchsten Anteil an Blattspitzen (tippy). Überwiegend aus Assam und Darjeeling.
| TGF OP1 | Tippy Golden Flowery Orange Pekoe |
Tippy Golden Flowery Orange Pekoe(TGF OP) mit den besten Blättern in dieser Kategorie.
| FTGF OP | Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe |
Der qualitativ wertvollste schwarze Tee. Oftmals reine Handarbeit und von den besten Plantagen. Enthält etwa ein Viertel Blattspitzen (Tippy).